Hilfe, mein Pferd stolpert! Was tun?

Immer wieder höre ich, dass Pferde sehr viel stolpern. Manchmal ist es so schlimm, dass Pferdebesitzer um ihre Sicherheit fürchten.
Was können die Ursachen sein und wie kann man helfen?

Es gibt 5 wichtige Auslöser für Stolpern beim Pferd:

1. eine Blockierung des 7. Halswirbels oder von Wirbeln am Widerrist
2. verspannte Schultermuskulatur
3. ein blockiertes Zungenbein
4. Unaufmerksamkeit
5. Unerfahrenheit

Die leichteste Form ist Unaufmerksamkeit. Man erkennt es, wenn das Pferd nur am Anfang stolpert, sobald es bei der Sache ist, nicht mehr. Aber auch bei dieser Form kann einer der 3 oben genannten Gründe in leichter Form unterschwellig vorliegen.

Junge Pferde müssen erst mal lernen, ein gutes Gefühl für ihre Beine zu erlangen und Erfahrung sammeln. Hier geht es um viel Übung.

Das Zungenbein ist ein zarter Knochen, dessen Existenz nicht so bekannt ist. Es liegt zwischen den beiden Unterkieferästen. Verspannte Muskeln führen zu Lageveränderungen. Da das Zungenbein wie das Gleichgewichtsorgan ein wichtiges Organ zur Lagebestimmung im Raum ist, können aus der Lageveränderung dieses Knochens resultierende Fehlinformationen zu Stolpern führen.

Was kann man tun?

Osteopathie in Kombination mit Muskelbehandlung ist dringend angezeigt, auch wenn es sich nur um einen Mangel an Aufmerksamkeit handelt.

Und hier  noch ein paar Ideen aus dem Training:

Gute Übungen sind Stangentraining wie es z. B. im Tellington Training angeboten wird. Wenn die Stangen schräg liegen muss das Pferd mit allen Beinen unterschiedlich hoch steigen, was die Übung anspruchsvoller macht.

Man kann auch mal Bergabgehen oder durch Matsch gehen, … sich also viele verschiedene Anforderungen an den Untergrund überlegen.

Eine gute Idee: das Pferd kreuz und quer durch den Wald führen, also nicht am Weg, sondern durchs Unterholz. Das bringt Abwechslung.

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9 Punkte wie Du Dein Pferd vor Arthrose schützen kannst

Die beste Therapie ist die Vorbeugung, damit Arthrose  nach Möglichkeit gar nicht erst entsteht!
Sieh Dir an, wie Du dazu beitragen kannst, dass Dein Pferd möglichst keine Probleme mit den Gelenken bekommt.

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Was hilft bei Arthrose beim Pferd?

Arthrose ist eine degenerative, meist chronisch fortschreitende Erkrankung der Gelenke. Betroffen ist in erster Linie der Gelenksknorpel. Aber auch arthrotische Knochenzubildungen, besonders im Bereich der Gelenksränder kommen vor. Wichtigstes Symptom ist der Schmerz bzw die Lahmheit, wobei sich lange schmerzfreie Phasen mit akuten Schüben abwechseln können. Während eines akuten arthritischen Schubes sind die Gelenke geschwollen und warm.

In der Therapie geht es in erster Linie um Schmerzlinderung und darum das Tier so lange wie möglich als Reitpferd zu erhalten. Wenn möglich möchte man ein Fortschreiten der Erkrankung vermeiden.

Die Schulmedizin hat ihre Behandlungsmethoden, aber auch  die Ganzheitsmedizin kann hier einiges bieten:

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Aufwärmphase vor dem Reiten 20 Minuten – warum?

Alle Reiter kennen die Grundregel: erst mindestens 20 Minuten im Schritt aufwärmen, dann kann in höheren Gangarten geritten werden.

Als Osteopathin liegt mir die Gelenksgesundheit unserer Pferde sehr am Herzen und deshalb plädiere ich auch immer dafür, diese Aufwärmzeit einzuhalten.  Leider haben nicht alle Reiter die Geduld.
Weil Menschen  aber eher bereit sind, etwas zu befolgen, wenn sie es verstehen, möchte ich heute einmal über den Hintergrund für dieses Dogma schreiben.

Was man über die Gelenksfunktion wissen sollte:

Ein Gelenk besteht aus mindestens 2 von Knorpel überzogenen Knochenenden. Zusammengehalten wird das Ganze von der Gelenkskapsel, sowie von Bändern und Muskeln. Der Gelenksspalt wird von einer Flüssigkeit, der sogenannten Synovia, ausgefüllt. Diese Synovia überzieht einerseits  als Gleitmittel die Knorpel und ist andererseits  auch für die Ernährung des Knorpels zuständig.

Die Gelenksflüssigkeit hat 2 Funktionen: 1. Gleitmittel
                                                                                     2. Ernährung des Knorpels

In Ruhe befindet sich weniger Geleksflüssigkeit im Gelenk. Erst wenn sich das Pferd mehr bewegt  produziert die innere Schicht der Gelenkskapsel vermehrt Gelenksflüssigkeit.
Man kann den Knorpel mit einem Schwamm vergleichen. Bei Belastung wird er ausgequetscht, bei Entlastung saugt er sich mit Gelenksflüssigkeit voll und quillt dabei an.

Der Gelenksknorpel ist wie ein Schwamm – er muss sich mit Flüssigkeit vollsaugen

Jetzt ist das Gelenk einsatzbereit. Der Reiter/die Reiterin kann nun ohne größere Schäden am Gelenk befürchten zu müssen, ihr pferdegerechtes  Training beginnen.

Nach ca 20 Minuten hat dieser Prozess sein Optimum erreicht. Jetzt kann es richtig losgehen!

Und noch etwas! 20 Minuten Aufwären muss nicht langweilig sein! Hier kann man alle Lektionen schon üben, die das Pferd in einer höheren Gangart beherrschen soll, nach der Devise „Was Pferdchen im Schritt nicht kann, kann es in der höheren Gangart schon gar nicht!“

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Das LifeWave Phototherapiepflaster X39

Seit kurzem gibt es bei der Firma LifeWave ein neues Pflaster, das die natürlichen Heilungsprozesse und die Regeneration im Körper, sowie eine rasche Schmerzlinderung  unterstützt.  Und wie bei allen LifeWave Phototherpiepflastern ganz ohne Chemie.
Erste erstaunliche positive Erfahrungsberichte aus dem Humanbereich liegen bereits vor.
Als Tierärztin denke ich hier an all die Pferde mit Arthrose, sowie mit akuten und chronischen Sehnenschäden.
Wir wissen alle, wie langwierig die Heilung von Sehengewebe ist. Deshalb ist es gerade bei akuten Sehnenschäden extrem wichtig, so schnell wie möglich den Heilungsprozess einzuleiten, um eine Chronifizierung zu vermeiden.
Nutzen wir doch diese zusätzliche Möglichkeit und kleben ein Pflaster an die betroffene Stelle am Bein dazu? Es ist so einfach! Ich würde das bei meinem Pferd auf jeden Fall so machen.
Eine Verstärkung des Effektes von X39 kann man durch die zusätzliche Klebung des Carnosin Pflasters erreichen. Auch dieses Pflaster einfach an den betroffenen Bereich kleben.
Was sich von selbst versteht: nur auf die unversehrte Haut kleben, nie auf offene Wunden! In diesen Fällen einfach in unmittelbarar Nähe daneben anbringen. Die schulmedizinische Therapie wird  dadurch nicht beeinflusst.  Mehr über die Pflaster finden Sie hier.
Für weitere Fragen, kontaktieren Sie mich einfach per Mail unter info@diepferdeosteopathin.at oder rufen Sie mich an 0699 / 121 85 704

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zur Frage: „Welches Mineralfutter füttert ihr?

Die Frage nach dem richtigen Mineralfutter taucht ständig in allen Foren auf. Deshalb heute mal dieses Thema.

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Teufelskralle fürs Pferd

Derzeit ist es zwar noch erstaunlich mild, aber der Winter und damit die nasskalte Jahreszeit stehen unmittelbar bevor.

Es gibt ein paar altbewährte Mittel aus der Phytotherapie, die dabei helfen, Pferde mit Gelenksschmerzen über den Winter zu bringen, dazu zählt die Teufelskralle / Harpagophytum procumbens.

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Erfahrungsbericht: Behandlung von Narkolepsiesymptomen beim Pferd

Heute möchte ich eine interessante Erfahrung mit Ihnen teilen, die zeigt, was immer wieder möglich wird, wenn wir bei der Behandlung von chronischen Problemen, den Darm und die Stoffwechsellage mitberücksichtigen.

Vorbericht:
Im Juni letzten Jahres wurde mir ein 16 jähriges Warmblutpferd vorgestellt.
Problem: Narkolepsieartige Symptome, fällt mehr oder weniger täglich hin / schläft ein, ständig langwierige schlecht heilende Wunden an den Carpal- und Fesselgelenken, immer wieder auch Phlegmone

Die Symptome entwickelten sich nach und nach. Schon im Alter von 4 Jahren trat erstmals Phlegmone auf. Dann kamen die Verletzungen hinzu, die anfangs anderen Ursachen zugeschrieben wurden. Ca 9 Monate vor meiner ersten Konsultation war die Situation offenkundig. „Erfahrungsbericht: Behandlung von Narkolepsiesymptomen beim Pferd“ weiterlesen

Fit durch den Fellwechsel

Bald schon geht es wieder in den Fellwechsel. Manche Pferde fangen, obwohl es noch so heiss ist,  bereits langsam damit an.
Was kann man tun, um unsere Pferde in dieser Zeit optimal zu unterstützen? „Fit durch den Fellwechsel“ weiterlesen