Aufwärmphase vor dem Reiten 20 Minuten – warum?

Alle Reiter kennen die Grundregel: erst mindestens 20 Minuten im Schritt aufwärmen, dann kann in höheren Gangarten geritten werden.

Als Osteopathin liegt mir die Gelenksgesundheit unserer Pferde sehr am Herzen und deshalb plädiere ich auch immer dafür, diese Aufwärmzeit wirklich einzuhalten.  Leider haben nicht alle Reiter die Geduld.
Weil Menschen  aber eher bereit sind, etwas zu befolgen, wenn sie es verstehen, möchte ich heute einmal über den Hintergrund für dieses Dogma schreiben.

Was man über die Gelenksfunktion wissen sollte:

Ein Gelenk besteht aus mindestens 2 von Knorpel überzogenen Knochenenden. Zusammengehalten wird das Ganze von der Gelenkskapsel, sowie von Bändern und Muskeln. Der Gelenksspalt wird von einer Flüssigkeit, der sogenannten Synovia, ausgefüllt. Diese Synovia überzieht einerseits  als Gleitmittel die Knorpel und ist andererseits  auch für die Ernährung des Knorpels zuständig.

Die Gelenksflüssigkeit hat 2 Funktionen: 1.sie ist  Gleitmittel
                                                                                     2. sie ernährt den Knorpel

In Ruhe befindet sich weniger Geleksflüssigkeit im Gelenk. Erst wenn sich das Pferd mehr bewegt  produziert die innere Schicht der Gelenkskapsel vermehrt Gelenksflüssigkeit.
Man kann den Knorpel mit einem Schwamm vergleichen. Bei Belastung wird er ausgequetscht, bei Entlastung saugt er sich mit Gelenksflüssigkeit voll und quillt dabei an.

Der Gelenksknorpel ist wie ein Schwamm – er muss sich mit Flüssigkeit vollsaugen bevor er belastet wird

Jetzt ist das Gelenk einsatzbereit. Der Reiter/die Reiterin kann nun ohne größere Schäden am Gelenk befürchten zu müssen, ihr pferdegerechtes  Training beginnen.

Nach ca 20 Minuten hat dieser Prozess sein Optimum erreicht. Das ist der Grund für diese Zeitangabe. Jetzt kann es richtig losgehen!

Und noch etwas! 20 Minuten Aufwären muss nicht langweilig sein! Hier kann man alle Lektionen schon üben, die das Pferd in einer höheren Gangart beherrschen soll, nach der Devise „Was Pferdchen im Schritt nicht kann, kann es in der höheren Gangart schon gar nicht!“

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Das LifeWave Phototherapiepflaster X39

 

Stammzellen sind die Heiler im Körper. Leider nimmt ihre Aktivität mit zunehmendem Alter ab. Seit kurzem gibt es bei der Firma LifeWave ein neues Pflaster, das über Stimulation von Akupunturpunkten zur einer deutlichen Erhöhung der Stammzellaktivität führt. Das können wir auch für unsere Tiere nutzen.
Unterstützung der natürlichen Heilungsprozesse und der Regeneration und rasche Schmerzlinderung.  Und wie bei allen LifeWave Phototherpiepflastern ganz ohne Chemie.
Erste erstaunliche positive Erfahrungsberichte aus dem Humanbereich liegen bereits vor.
Als Tierärztin denke ich hier an all die Pferde mit Arthrose, sowie mit akuten und chronischen Sehnenschäden.
Wir wissen alle, wie langwierig die Heilung von Sehengewebe ist. Deshalb ist es gerade bei akuten Sehnenschäden extrem wichtig, so schnell wie möglich den Heilungsprozess einzuleiten, um eine Chronifizierung zu vermeiden.
Nutzen wir doch diese zusätzliche Möglichkeit und kleben ein Pflaster an die betroffene Stelle am Bein dazu? Es ist so einfach! Ich würde das bei meinem Pferd auf jeden Fall so machen.
Eine Verstärkung des Effektes von X39 kann man durch die zusätzliche Klebung des Carnosin Pflasters erreichen. Auch dieses Pflaster einfach an den betroffenen Bereich kleben.
Was sich von selbst versteht: nur auf die unversehrte Haut kleben, nie auf offene Wunden! In diesen Fällen einfach in unmittelbarar Nähe daneben anbringen. Die schulmedizinische Therapie wird  dadurch nicht beeinflusst.  Mehr über die Pflaster finden Sie hier.
Für weitere Fragen, kontaktieren Sie mich einfach per Mail unter info@diepferdeosteopathin.at oder rufen Sie mich an 0699 / 121 85 704

Am 13.2.2019 von 18 bis 19 Uhr gibt es einen kostenfreien Informationsvortrag zu X39
Ort:Alte Tischlerei Mödling
Josefsgasse 27 ( durch den Hof )
2340 Mödling

Bei diesem Vortrag geht es um die Vorteile der Klebung von X39 bei Mensch und Tier. Anmeldung erbeten per mail:
brigitte.riss@gmail.com oder telefonisch an Dr.Brigitte Riss 0664/393 76 81

Infos auch auf der HP vom Team Mödling: http://www.akupunktur-nadellos.at/

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zur Frage: „Welches Mineralfutter füttert ihr?

Die Frage nach dem richtigen Mineralfutter taucht ständig in allen Foren auf. Deshalb heute mal dieses Thema.

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Teufelskralle fürs Pferd

Es gibt ein paar altbewährte und häufig verwendete Mittel aus der Phytotherapie, die dabei helfen, Pferde mit Gelenksschmerzen über den Winter zu bringen, dazu zählt die Teufelskralle / Harpagophytum procumbens. Um dieses Heilmittel sicher und effektiv einsetzen zu können, sollte man aber ein paar Fakten kennen.

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Erfahrungsbericht: Behandlung von Narkolepsiesymptomen beim Pferd

Heute möchte ich eine interessante Erfahrung mit Ihnen teilen, die zeigt, was immer wieder möglich wird, wenn wir bei der Behandlung von chronischen Problemen, den Darm und die Stoffwechsellage mitberücksichtigen.

Vorbericht:
Im Juni letzten Jahres wurde mir ein 16 jähriges Warmblutpferd vorgestellt.
Problem: Narkolepsieartige Symptome, fällt mehr oder weniger täglich hin / schläft ein, ständig langwierige schlecht heilende Wunden an den Carpal- und Fesselgelenken, immer wieder auch Phlegmone

Die Symptome entwickelten sich nach und nach. Schon im Alter von 4 Jahren trat erstmals Phlegmone auf. Dann kamen die Verletzungen hinzu, die anfangs anderen Ursachen zugeschrieben wurden. Ca 9 Monate vor meiner ersten Konsultation war die Situation offenkundig. „Erfahrungsbericht: Behandlung von Narkolepsiesymptomen beim Pferd“ weiterlesen

Fit durch den Fellwechsel

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin beginnt die Zeit des Holzes und damit des Frühlings bereits Anfang Februar. Höchste Zeit, sich Gedanken über den bevorstehenden Fellwechsel zu machen, auch wenn Österreich  gerade im Schnee versinkt  und wir es  uns gar nicht vorstellen können, dass der Frühling nicht mehr weit entfernt ist.
Deshalb ein paar Tipps vorab, wie unsere Pferde gut durch diese Zeit kommen.

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Heucobs sind nicht Heucobs

Habe gerade einen interessanten Artikel von Cavallo zum Thema Heucobs gefunden. Was unterscheidet die verschiedenen Anbieter? Wohl in erster Linie die Einweichzeit und ob am Ende ein für´s Pferd schmackhafter Brei entstanden ist. Bei den getesteten Produkten waren nicht alle zufriedenstellend. „Heucobs sind nicht Heucobs“ weiterlesen

Zum Thema Leckerlis fürs Pferd!

Leckerlis sind oft ein wichtiger Bestandteil des Trainings oder wir geben unseren Pferden einfach gerne mal was Gutes. Bitte trotzdem  berücksichtigen, dass die meisten Leckerlis extem energiereich sind! Sie bestehen überwiegend aus getrockneten Karotten oder Bananen, Gerste, Weizen und Mais. Meist ist außerdem noch Zucker in Form von Melasse zugesetzt, oft auch Farbstoffe, Geschmacksstoffe, ätherische Öle, Salz…, gelegentlich auch Vitamine und Mineralstoffe.
Viele der Inhaltsstoffe erwecken den Eindruck, dass sie gesund sind. Leider ist das aber nicht immer so.
Wenn Leckerlis pelletiert sind, dann seht Ihr auch gar nicht, was drin ist. Solche Leckerlis müssen unbedingt in die tägliche Ration eingerechnet werden, wenn Ihr nicht wollt, dass Euer Pferd dick wird.
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KPU bei Pferden ist behandelbar

Neuerdings hört man immer mehr den Begriff KPU /  auch HPU beim Pferd ! Beim Menschen ist KPU eine genetisch bedingte Stoffwechselstörung. Man geht davon aus,  dass KPU beim Pferd kein genetisch bedingtes Krankheitsbild ist wie beim Menschen, sondern die Folge eines stark gestörten Darmmilieus. Eine Entgiftungseinschränkung der Leber folgt nach kurzer Zeit.
Ein Mangel an aktiviertem Vitamin B6 und Zink spielt bei diesem Geschehen eine entscheidende Rolle. Stress und suboptimale Fütterungsbedingungen werden als wesentlichste Auslöser dikutiert.

In meiner  tierärztlichen Praxis arbeite ich schon lange erfolgreich nach diesem Konzept.
Leider werden für die Therapie dieser Problematik immer wieder auch Produkte empfohlen, die nicht wirklich hilfreich sind. Pferde als reine Pflanzenfresser haben eine anders zusammengestellte Darmflora als z.B. Hunde oder sogar der Mensch.  Produkte, die auf den Menschen zugeschnitten sind, führen zu einer zusätzlichen Verschiebung der Darmflora. Das Problem wird nicht besser, sondern bleibt allenfalls gleich, oder, was ich auch immer wieder erlebe, die Kolikneigung steigt.

Die Folgen dieser Stoffwechselentgleisung KPU sind vielfältig. Manche Pferde bekommen Kotwasser, andere Allergien, Sommerekzem oder Mauke. Die Haut ist nämlich auch ein Entgiftungsorgan.
Bei vielen Cushing Patienten liegt eine KPU darunter, die die Problematik erschwert.
Deshalb ist es sinnvoll, bei allen chronischen Beschwerdebildern auch die Ebene des Darmes miteinzubeziehen.

Grundsätzlich gilt es, die Fütterung auf die Basis von Heu umzustellen und  Kraftfutter oder Müslis wenn möglich fürs Erste ganz zu meiden.
Eine Darmsanierung und Entschlackung und eine langfristige Substitution von aktiviertem Vit B6 und Zink sind unbedingt notwendig.
Meine Erfahrung zeigt, dass KPU behandelbar ist!
Und in der Folge bessern sich dann auch viele andere Beschwerden, sozusagen als Nebeneffekt!!!