Strukturelle Osteopathie und Craniosacrale Osteopathie

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche, manuelle Behandlungsform zur Behebung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, also von Gelenken, Bändern und Muskeln, aber auch der Organe und des Craniosacralen Systems. Ihr Ziel ist es, die  Funktion aller Strukturen wieder herzustellen.

Unterschieden werden die strukturelle Osteopathie, die Craniosacrale Osteopathie und die viscerale Osteopathie.

Die strukturelle Osteopathie arbeitet mit überwiegend sanften Techniken an der  Korrektur der Gelenke des Beckens, der Wirbelsäule und der Extremitäten. Damit diese Korrekturen dauerhaft sind, sollten immer auch die Muskeln und Fascien mitbehandelt werden.

Die Craniosacrale Osteopathie ist eine Erweiterung des gesamten Behandlungskonzepts der Osteopathie.

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Arbeitet die strukturelle  Osteopathie direkt mit den Knochen und Gelenken, so bezieht die Craniosacrale Osteopathie nun zusätzlich die Arbeit mit den Schädelknochen und dem Flüssigkeitssystem des Körpers ein. Ausdruck eines gut funktionierenden Craniosacralen Systems ist der Craniosacrale Rhythmus. Er hat beim Großpferd eine Frequenz von 6 bis 10 und wird von der rhythmischen Fluktuation der Gehirnrückenmarksflüssigkeit ausgelöst. Das ermöglicht eine extrem sanfte und sehr tiefgehende und entspannende Arbeit. Die meisten Pferde genießen diese Behandlungen sehr. Auch Pferde, die anfangs skeptisch oder sehr verspannt sind und nicht gerne Menschen an sich heranlassen, genießen nach einer Phase des Vertrauensaufbaus zunehmend die Behandlungen.

Die viscerale Osteopathie bezieht die physiologische Organbewegung in die Gesamtbehandlung mit ein. Da die inneren Organe über bandartige Strukturen im Brust- und Bauchraum aufgehängt sind, haben ihre  Motilität und ihr Gewicht Auswirkungen auf den Bewegungsapparat. Wenn man sich z.B. nur die Größe des Dickdarms beim Pferd vergegenwärtigt, kann man sich leicht vorstellen, welche statischen Kräfte hier am Werk sind.